Diese Möglichkeit wird immer noch nicht genügend genutzt, obwohl der Energieberater der erste Schritt zum effektiven Energiesparen ist.
Ein Energieberater kann aufgrund seines Wissens und seiner technischen Geräte dem Ratsuchenden verschiedenste Möglichkeiten der Energieeinsparung vorschlagen. Er bietet seine Hilfe Mietern, aber vor allem auch den Hausbesitzern an.
Der Beruf des Energieberaters ist nicht geschützt, deshalb sollte man darauf achten, dass er einen fachbezogenen beruflichen Hintergrund nachweist. So sollte er aus einem Beruf der Branchen Heizung, Sanitär, Dachdeckerei kommen und möglichst einen Meisterbrief besitzen oder Schornsteinfeger sein. Entscheidend ist jedoch, dass er eine Weiterqualifizierung zum Energieberater gemacht hat. Selbst Architekten, Ingenieure und Bauphysiker sollten eine Zusatzausbildung gemacht haben.
Der Beratungsbedarf ist enorm: Man schätzt, dass es in Deutschland etwa 22 Millionen Gebäude gibt, die vor dem 31.12.1983 gebaut wurden, und eigentlich müsste jedes Haus von einem Energieberater aufgesucht werden. Das wird wohl jetzt Zug und Zug durch die Einführung des Energieausweises geschehen. Der Energiepass wird zum Pflichtausweis für Häuser und Wohnungen, die neu vermietet oder verkauft werden. Aus diesem Pass muss hervorgehen: Energieverbrauch, Strom- und Heizkosten, CO2-Ausstoß und in welchen Zustand die Dämmung von Mauerwerk, Dach und Fenstern sind. Ausstellungsberechtigt sind die oben genannten Berufe mit Zusatzausbildung. Soll der Energieberater ein Haus begutachten, macht er zuerst eine komplette Gebäudeanalyse, berechnet den aktuellen Energieverbrauch und ermittelt den Verbrauch nach einer Sanierung. So kann er dem Hausbesitzer aufzeigen, wo das Gebäude energetische Schwachstellen hat und wie hoch das Einsparungspotential zum Beispiel durch Fassaden- und Fensterdämmung ist. Und natürlich die Vorteile einer Solaranlage oder anderer regenerativer Energieträger zum Beispiel Pellets.
Bei älteren Häusern kann man bis zu 70 Prozent an Energiekosten sparen, zu diesem Ergebnis kommen die Berater nicht selten. Und die einzusparen, unterstützt durch staatliche Förderungen, ist allemal einen Energieberater wert.
Er arbeitet mit absoluten Hightech-Geräten: Er misst die Luftströmung, Holz-, Putz- und Materialfeuchte, die Raumtemperatur, die relative Luftfeuchte, die IR-Oberflächentemperatur, Taupunkttemperatur und die zerstörungsfreie Baufeuchte auch unter Fliesen, Tapeten und noch vieles mehr. Einem guten Energieberater wird kein Schwachpunkt entgehen.
Aber auch in Mietwohnungen ist der Rat des Energieberaters angebracht. Denn Strom- und Heizkosten sind ein Großteil des Geldes, das vom Einkommen abgeht. Der Energieberater wird sich zuerst die gesamten Abrechnungen ansehen, um anhand von Vergleichszahlen zu ermitteln, ob die Energiekosten tatsächlich zu hoch sind. Dann beginnt er mit der Suche nach Energiefressern: hat der Mieter Energiesparlampen, sind die Elektrogeräte im Stand-by-Modus, wie sieht es mit der Zimmertemperatur aus und noch vieles mehr.
Mit seinem Energiemessgerät wird er den Stromverbrauch ermitteln - und dabei stellt man oft fest, dass gerade Computer und das entsprechende Zubehör mit die größten Stromfresser sind. Er klärt aber auch darüber auf, weshalb man ausschaltbare Steckdosen verwenden soll.
Zusammenfassen kann festgestellt werden, dass sich die Kosten einer professionellen Energieberatung immer lohnen. Und das heißt: Man spart bares Geld, das man für andere Dinge nützen könnte. | | 
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